Merkblatt

 

Zur Entnahme von Boden – und Pflanzenproben  zur Aufklärung ernährungsbedingter Wachstumsminderung bei Ackerbau-Kulturen

 

Bei der Ermittlung der Ursachen von Wachstumsminderungen hat sich die Kombination von visueller Schadsymptom- Diagnose mit der chemischen Boden- und Pflanzenanalyse bewährt.

 

Die alleinige Bodenuntersuchung ermöglicht häufig keine sichere Bewertung des Ernährungszustandes  der Pflanze, jedoch ist die Durchführung einer Bodenanalyse  wertvoll zum Erkennen

-         von Pflanzenschädigungen durch Bodenversauerung

-         einer chronischen Nährstoffunterversorgung des Bodens

-         von Nährstoffungleichgewichten im Boden .

 

Die Pflanzenanalyse gestattet eine sichere Diagnose des aktuellen Ernährungszustandes der Kultur und ist wichtige Grundlage für eine eventuelle Korrekturdüngung. Die Analyse beschränkt sich auf die Untersuchung grüner Pflanzen in der Hauptwachstumsphase. Ein Rückschluss auf die Bodenverhältnisse ist oft nicht möglich, da Nährstoffmangel häufig durch Ionenantagonismus oder kurzfristig ungünstige Witterungsbedingungen hervorgerufen wird.

Für die Bewertung des Zusammenhanges zwischen Nährstoffversorgung des Bodens und  Ernährungszustand  der Pflanze ist die  Entnahme von Boden- und Pflanzenmaterial von Vorteil.

 

Sollte nur eine Pflanzenprobe eingereicht werden, so sind die erforderlichen Daten auf dem Probenahmeprotokoll angegeben werden.

Zur Pflanzenanalyse werden ca. 300–500 g Frischsubstanz  benötigt. Folgende Pflanzenteile sind zu entnehmen:   

 

Pflanze

Entwicklungsstadium

Probenahmeorgan

Getreide, Gräser

bis Ährenschieben

 

gesamte oberirdische Pflanze

Luzerne, Rotklee

bis Blühbeginn

Mais

bis 50 cm Wuchshöhe

Raps

bis Blühbeginn

gerade vollentwickelte Blätter

Mais

50 cm Wuchshöhe bis Blüte

mittlere bzw. Kolbenblätter

Kartoffeln

bis Knollenbildung

gerade vollentwickelte Blätter

ohne Stiel

Zucker- / Futterrüben

bis Ende August

 

Bei nicht genannten Kulturen sowie beim Auftreten von Mangel- oder Überschuss- Symptomen  an einzelnen Blättern bzw. Pflanzenteilen sollten immer Gesamtpflanzen entnommen werden. Hier beträgt die Mindestprobemenge 1 – 2 kg.

 

Zur Entnahme von Bodenproben empfiehlt sich eine Tiefe von 0 – 20 cm. Bei Tiefwurzlern sollte die Probe bis 40 cm gezogen werden.

 

Die Pflanzenprobe sollte in festen Papier- oder gelochten Folientüten locker verpackt  und mit dem dazugehörigen Probenahmeprotokoll an das Untersuchungslabor gesandt werden. Die Proben sind fortlaufend zu nummerieren, dabei muss eine eindeutige Zuordnung zum Probenahmeprotokoll gewährleistet sein.

 

 

Merkblatt zu Boden- und Pflanzenproben - allgemein
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